Die Ergebnisse des Konsultationsprozesses "Orientierungswissen zum gerechten Frieden" werden in einer 20-bändigen Reihe "Gerechter Frieden" im Springer VS veröffentlicht. Alle Publikationen, welche bereits erschienen bzw. zur Zeit in Vorbereitung sind, finden Sie hier im Überblick:

 

 

 

 

 

 

   

 

Ines-Jacqueline Werkner und Christina Schües (Hrsg.). 2018
Gerechter Frieden als Orientierungswissen
Grundsatzfragen Bd. 1., 2. Aufl., Wiesbaden: Springer VS.
ISBN: 978-3-658-20102-9

Zu diesem Band:

Der Begriff der Orientierung ist sowohl in politischen Debatten als auch in philosophischen und ethischen Kontexten allgegenwärtig. Auch von der Friedensdenkschrift der EKD wird Orientierung zu aktuellen Fragen von Gewalt, Krieg und Frieden eingefordert; diese bisweilen auch enttäuscht. Dabei lässt sich die ethische Grundfrage „Was soll ich tun?“, die sich auch für die Friedensethik stellt, zweifelsohne als eine Frage nach Handlungsorientierung verstehen. Aber lässt sich allein schon durch eine ethische Normenreflexion Orientierungswissen generieren? Die Antwort auf diese Frage ist essenziell, hat sie doch unmittelbare Auswirkungen auf die konkrete Anwendbarkeit der Friedensdenkschrift auf aktuelle Konflikte sowie auf die Funktion der Kirche als gesellschaftliches Korrektiv bzw., theologisch formuliert, auf die Wahrnehmung des politischen Wächteramtes der Kirche.

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Sarah Jäger und Ines-Jacqueline Werkner (Hrsg.). 2018
Gewalt in der Bibel und in kirchlichen Traditionen
Fragen zur Gewalt Bd. 1., Wiesbaden: Springer VS.
ISBN: 978-3-658-20316-0

Zu diesem Band:

Die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland nimmt mit dem Konzept des gerechten Friedens eine bewusste Fokussierung auf friedliche Konfliktbearbeitungsstrategien vor. Dennoch bleibt Gewalt – auch als ultima ratio und rechtserhaltende Gewalt – prekär. Biblische Überlieferungen zeigen die Ambivalenz von Gewalt auf. Hermeneutische Überlegungen schaffen hier die Möglichkeit, biblische Narrative und Metapher auf ihre gegenwärtige Relevanz hin zu befragen. Vor dem Hintergrund kontroverser Debatten im ökumenischen Kontext nimmt der Band Traditionen verschiedener Denominationen in den Blick und beleuchtet deren Ambivalenz.

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Sarah Jäger und Arnulf von Scheliha (Hrsg.). 2018
Recht in der Bibel und in kirchlichen Traditionen
Frieden und Recht Bd. 1., Wiesbaden: Springer VS.
ISBN: 978-3-658-20936-0

Zu diesem Band:

Der Zusammenhang und das Verhältnis von Ethik und Recht gehören zu den fundamentalethischen Herausforderungen und werden seit der Antike diskutiert. Dennoch stellt sich dieses Problem je nach aktueller Situation immer wieder neu. Fragt man nach der Stellung des Rechts in der biblischen Überlieferung, dann fällt seine Vielgestaltigkeit auf. Es trägt in sich selbst geschichtlichen Charakter und hat sich seinerseits in verschiedener Weise auf das Rechtsdenken unterschiedlicher Epochen und Regionen ausgewirkt. Über den biblischen Befund hinaus diskutiert der Band die kirchlichen Traditionen, die sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise mit dem vorfindlichen (staatlichen) Recht auseinandersetzen. 

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Sarah Jäger und Horst Scheffler (Hrsg.). 2018
Frieden und Gerechtigkeit in der Bibel und in kirchlichen Traditionen
Politisch-ethische Herausforderungen Bd. 1., Wiesbaden: Springer VS.
ISBN: 978-3-658-20887-5

Zu diesem Band:

Der Begriff des gerechten Friedens impliziert einen engen Zusammenhang von Frieden und Gerechtigkeit. Auch in biblischen Traditionen wird die Verknüpfung beider Begriffe deutlich. So umfasst der biblische Friedensbegriff Schalom stets auch Dimensionen der Gerechtigkeit. Das Zusammendenken von Frieden und Gerechtigkeit hat seine Wurzeln in der alttestamentlichen Tradition und zieht sich als roter Faden durch die kirchlichen Traditionen. Frieden und Gerechtigkeit können aber auch in einem Spannungsverhältnis stehen und zueinander in Widerspruch geraten. So kann die Umsetzung von Gerechtigkeit den Frieden gefährden (Kriege im Namen der Gerechtigkeit) und auch umgekehrt kann die Verwirklichung von Frieden als ungerecht empfunden werden.

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Sarah Jäger und Jean-Daniel Strub (Hrsg.).
Der gerechte Frieden als politisch-ethisches Leitbild?
Grundsatzfragen Bd. 2., Wiesbaden: Springer VS.
ISBN:
978-3-658-21756-3

Zu diesem Band:

 

Gerechter Frieden wird im deutschen Diskurs, anders als im ökumenischen Kontext, als politisch-ethisches Leitbild verstanden. Im Mittelpunkt des Bandes steht die Auseinandersetzung mit dem Begriff des Leitbildes. Dieses bewegt sich zwischen handlungsleitender normativer Orientierung und Interpretationsoffenheit wie zwischen Träger- und Adressatenkreisgebundenheit und allgemeiner Geltung. Damit verbinden sich zugleich Fragen nach der theologischen Verortung und empirischen Anwendbarkeit des gerechten Friedens in konkreten politischen Entscheidungssituationen. 

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Ines-Jacqueline Werkner und Torsten Meireis (Hrsg.).
Rechtserhaltende Gewalt: Eine friedensethische Verortung
Fragen zur Gewalt Bd. 2., Wiesbaden: Springer VS. (i.V.)

Verhandelt werden hier folgende Leitfragen:

  • Wie hängen die Ethik rechtserhaltender Gewalt und die vier in der EKD-Denkschrift verankerten Dimensionen des Friedens zusammen? Welche weiteren Bezugsrahmen sind denkbar?
  • Was bedeutet eine Ethik rechterhaltender Gewalt angesichts der Spannung zwischen Rechtsidee und realpolitischer Verfasstheit der Vereinten Nationen?
  • Wie anschlussfähig ist eine Ethik rechtserhaltender Gewalt angesichts verschiedener konfessioneller Perspektiven (von anglo-amerikanischen Traditionen der Lehre vom gerechten Krieg bis hin zu pazifistischen Positionen der historischen Friedenskirchen) im ökumenischen Diskurs?

 

 

 

Sarah Jäger und Friedrich Lohmann (Hrsg.).
Eine Theologie der Menschenrechte
Frieden und Recht Bd. 2., Wiesbaden: Springer VS. (i.V.)

Zum Inhalt dieses Bandes:

Zuerst wird – gerade da die die Untersuchung des Zusammenhanges von Theologie und Menschenrechten noch am Anfang steht – der bisherige Forschungsstand und die Forschungsgeschichte näher in den Blick genommen. Im Anschluss steht der Entwurf von Friedrich Lohmann im Zentrum der Betrachtung. Dieser wird vorgestellt und interdisziplinär diskutiert. Dabei wird das Konzept insbesondere auf seine Tragfähigkeit und Anschlussfähigkeit untersucht.

 

 

 

Sarah Jäger und Fernando Enns (Hrsg.).
Ekklesiologie als friedensethische Herausforderung
Politisch-ethische Herausforderungen Bd. 2., Wiesbaden: Springer VS. (i.V.)


Verhandelt werden hier folgende Leitfragen:

  • Über welche strukturellen Handlungsmöglichkeiten verfügen die Kirchen im öffentlichen Raum?
  • Inwieweit beeinflussen dabei die jeweiligen ekklesiologischen Selbstverständnisse und Staat-Kirche-Verhältnisse das kirchliche Handeln gegenüber der Politik?
  • Inwieweit lassen sich in den jeweiligen Kirchen/Konfessionen auch Grundlagen für die Rolle der Zivilgesellschaft ableiten?
  • Welche Herausforderungen und Chancen liegen in einer ökumenischen Zusammenarbeit im Rahmen des gerechten Friedens?

 

 

 

Sarah Jäger und Reiner Anselm (Hrsg.).
Ethik im kulturellen Kontext
Grundsatzfragen Bd. 3., Wiesbaden: Springer VS. (i.V.)

Verhandelt werden hier folgende Leitfragen:

  • Wenn die EKD-Friedensdenkschrift von 2007 „stets eine christliche und eine vernunftmäßige Deutung präsentiert“ (Anselm 2017), inwieweit kann das Leitbild des gerechten Friedens dann auch ein säkulares Konzept darstellen und ohne religiöse Begründungen auskommen?
  • Worin liegen Chancen und Grenzen einer Übersetzung vormals religiöser Überlegungen in säkulare Vernunftwahrheiten nach Jürgen Habermas? Drohen dabei religiöse Inhalte verloren zu gehen?
  • Wie kommen die Wahrheits- und Absolutheitsansprüche der Religionen in einer pluralen Gesellschaft zu stehen? Was bedeutet dies für friedensethische Diskurse und ihre Reichweite?
  • Inwieweit kann Vertrauen als eine Grundvoraussetzung für eine interreligiöse und interkulturelle Begegnung in Friedensfragen gelten?
     


 

Ines-Jacqueline Werkner und Peter Rudolf (Hrsg.).
Rechtserhaltende Gewalt: Zur Kriteriologie
Fragen zur Gewalt Bd. 3., Wiesbaden: Springer VS. (i.V.)

Verhandelt werden hier folgende Leitfragen:

  • Inwieweit ist die Lehre vom gerechten Krieg als obsolet zu betrachten? Könnte ihr zur ethischen Bewertung militärischer Gewalt im Konzept des gerechten Friedens eine begrenzte, untergeordnete Rolle zukommen?
  • Ist die rechtserhaltende Gewalt unter Einschluss militärischer Gewalt als ultima ratio für das Leitbild des gerechten Friedens unhinterfragbar? Und weitergefragt: Wie lässt sich sicherstellen, dass nicht nur aus Mangel an Alternativen militärisch interveniert wird? D.h. wie lässt sich der Vorrang ziviler Konfliktbearbeitung angesichts der verfügbaren militärischen ultima ratio umsetzen?
  • Was bedeuten asymmetrische Konflikte für den Kombattantenstatus und das Unter-scheidungsgebot, für die Frage der Kollateralopfer oder auch für die Kriegsführung westlicher Staaten (Stichwort: casualty shyness)?
  • Inwieweit sind Erweiterungen wie das ius post bellum, das ius ex bello oder das ius in vim auch im Rahmen der rechtserhaltenden Gewalt im Kontext des gerechten Friedens einzubeziehen?
  • Inwieweit ist die Ethik rechtserhaltender Gewalt – gerade angesichts der neuen Rahmung gegenüber der Lehre vom gerechten Krieg – um Formen des politischen Zwangs zu erweitern? Welche Kriterien müssten in diesem Kontext zum Tragen kommen?